PROTECT
Proving Next Generation Secure Systems
Die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung technischer Systeme hat die Bedeutung der IT-Sicherheit erhöht. Eingebettete Systeme, die in verschiedenen Anwendungen von der Automobiltechnik bis zur industriellen Automatisierung eine entscheidende Rolle spielen, benötigen Schutz vor sich entwickelnden Bedrohungen. Seitenkanalangriffe auf System-on-Chip (SoC)-Architekturen sind ein erhebliches Problem, da die Forschung zeigt, dass ganze SoCs, nicht nur einzelne Prozessorkerne, anfällig sein können. Diese Anfälligkeit unterstreicht die Notwendigkeit fortschrittlicher formaler Verifikationsmethoden, die das gesamte SoC und nicht nur den Prozessor berücksichtigen.
Das Projekt PROTECT (Proving Next Generation Secure Systems) begegnet diesem Bedarf, indem es neue, praktische Methoden zur umfassenden Überprüfung der Sicherheit sicherheitskritischer eingebetteter Systeme entwickelt. Das Projekt integriert etablierte Techniken aus der formalen Verifikation, dem Hardware-Software-Co-Design und der Softwareverifikation, um eine gründliche Sicherheitsanalyse zu ermöglichen. Eine auf RISC-V basierende Referenzarchitektur, die sowohl einfache als auch komplexe Systeme umfasst, wird verwendet. Diese Architektur wird die Spezifikation und Verifikation von Sicherheitseigenschaften über verschiedene Abstraktionsebenen hinweg, von der Hardware über das Betriebssystem bis zur Anwendungssoftware, erleichtern.
PROTECT zielt darauf ab, zur Entwicklung robuster und vertrauenswürdiger Hardware-Software-Plattformen der nächsten Generation beizutragen. Das Projekt fördert die Zusammenarbeit zwischen führenden akademischen und industriellen Partnern, um die Forschung voranzutreiben und eine Grundlage für zukünftige sicherheitskritische Anwendungen zu schaffen.
PROTECT begann am 20. Januar 2025 und wird von der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH (Cyberagentur) im Rahmen des Programms "Ökosystem Vertrauenswürdige IT" (ÖvIT) finanziert. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen leitet das Projekt, an dem die Universität zu Lübeck, Forscher der RWTH Aachen und der RPTU Kaiserslautern-Landau sowie die Unternehmen Cryspen Sarl aus Paris und Lubis Eda GmbH aus Kaiserslautern und die Gesellschaft für Informatik e.V. beteiligt sind.
Das vierjährige Projekt hat ein Gesamtbudget von 9,15 Millionen Euro, wobei das Institut für IT-Sicherheit der Universität zu Lübeck 1,3 Millionen Euro für seine Forschungsbeiträge erhält (Beträge jeweils zuzüglich Umsatzsteuer).
Partner
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